Schulmedizinische IGEL-Leistungen in der Kritik

Vergangene Woche kritisierten Krankenkassen IGEL-Leistungen der Ärzte. Viele wären nutzlos, einige gar schädlich. Wenn einige Angebote nutzlos sind, dann trifft die Kritik, daß es sich nur um Profit handelt. Einiges soll schädlich sein – da sollen sich die Schulmediziner untereinder streiten. Und das tun sie, denn die Kassenärzte sehen den Report des Medizinischen Dienstes lediglich als „alljährliches Ärzte-Bashing“ an. Nur um dann, in einem Rundumschlag, auf die Homöopathie einzuhacken.

Ärzte, wie Heilpraktier, haben die gesetzliche Pflicht gegenüber den Patienten, diese aufzuklären, Alternativen zu erläutern und das Wohl der sich ihnen anvertrauenden Personen zu oberst zu stellen. Dazu gehört es nicht, sich als allwissend mit der einzig gültigen Wahrheit darzustellen, zu der es keine Alternative gibt. Die gibt es immer. Die Patienten sollten dann die Möglichkeit haben, sich zu entscheiden. Druck ausüben ist Gewalt. Was zwingend nötig ist, bezahlt die Kasse bei Schulmedizinern.

So kann ein ernstgenommener Patient ein Stück mitentscheiden, ob es – wie im RP-Artikel vom 4.5. angeführt wurde – bei Kreuzschmerzen die Spritze sein soll oder Osteopathie, Yurashi, NST oder gar eine Psychotherapie. Viele Wege führen nach Rom, vielfältig, wie auch die Ursachen für besagte Schmerzen sein können.